
Löwenzahn
Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist weit mehr als ein gewöhnliches Wiesenkraut. Blätter und Wurzel enthalten Bitterstoffe, Flavonoide und weitere sekundäre Pflanzenstoffe. In der Hundeernährung wird Löwenzahn vor allem als Kräuterkomponente verwendet und traditionell im Zusammenhang mit Verdauung und Stoffwechsel geschätzt.
Kurz erklärt: Ist Löwenzahn für Hunde geeignet?Ja, Löwenzahn kann in passenden Mengen als pflanzliche Ergänzung für Hunde verwendet werden. Besonders interessant sind seine Bitterstoffe und sekundären Pflanzenstoffe. Beim BARFen können beispielsweise junge Blätter oder entsprechend aufbereitete Kräutermischungen eingesetzt werden. |
Was steckt im Löwenzahn?
Löwenzahn enthält verschiedene Bitterstoffe, Flavonoide, Phenolsäuren und weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Daneben liefert die Pflanze je nach Pflanzenteil unterschiedliche Mengen an Mineralstoffen und Vitaminen.
Blätter und Wurzel unterscheiden sich dabei in ihrer Zusammensetzung. Die Wurzel enthält beispielsweise auch Inulin, einen löslichen Ballaststoff, während die Blätter unter anderem für ihre Bitterstoffe geschätzt werden.
Löwenzahn und Verdauung
Aufgrund seiner Bitterstoffe wird Löwenzahn traditionell zur Unterstützung der Verdauungsfunktion verwendet. Bitterstoffe können Verdauungssekrete und damit natürliche Verdauungsvorgänge anregen.
Löwenzahn wird deshalb häufig in Kräutermischungen eingesetzt, die Verdauung und Stoffwechsel ernährungsphysiologisch begleiten sollen. Er ist dabei als ergänzende Kräuterkomponente zu verstehen und nicht als Behandlung von Magen-Darm- oder Organerkrankungen.
Löwenzahn für Leber, Galle und Stoffwechsel
In der traditionellen Pflanzenkunde wird Löwenzahn auch im Zusammenhang mit Leber, Gallenfunktion und Stoffwechsel verwendet. Besonders die Bitterstoffe machen die Pflanze für diesen Anwendungsbereich interessant.
Löwenzahn wird außerdem traditionell wegen seiner harntreibenden Eigenschaften geschätzt. Bei bestehenden Leber-, Gallen-, Nieren- oder Harnwegserkrankungen sollte eine gezielte Verwendung jedoch mit der Tierarztpraxis oder einer qualifizierten Ernährungsberatung abgestimmt werden.
Löwenzahn beim BARFen
Löwenzahn ist kein notwendiger Grundbestandteil einer BARF-Ration, kann aber als gezielte Kräuterkomponente eingesetzt werden. Frische junge Blätter lassen sich beispielsweise gut waschen, fein zerkleinern oder pürieren und in kleinen Mengen unter die Mahlzeit mischen.
Eine unkomplizierte Alternative ist eine fertige Kräutermischung. Unser BARF Kräutergarten enthält Löwenzahn zusammen mit weiteren ausgewählten Kräutern und Wurzeln und kann nach der jeweiligen Fütterungsempfehlung unter das BARF-Menü gemischt werden.
Auch unsere BARF Magen-Magie enthält Löwenzahn und kombiniert ihn mit weiteren pflanzlichen Zutaten für eine ballaststoff- und kräuterreiche Ergänzung der Fütterung.
Löwenzahn selbst sammeln – worauf achten?
Wenn Du Löwenzahn selbst sammelst, solltest Du nur Pflanzen verwenden, die Du sicher bestimmen kannst. Geeignet sind saubere Standorte fern von stark befahrenen Straßen, gespritzten Flächen und Stellen mit hoher Verunreinigung.
Junge Blätter sind besonders im Frühjahr zart, Löwenzahn kann grundsätzlich aber auch zu anderen geeigneten Zeitpunkten gesammelt werden. Die Pflanzenteile sollten vor der Verwendung gründlich gewaschen werden.
Wie viel Löwenzahn darf ein Hund bekommen?
Für frischen Löwenzahn gibt es keine pauschale Menge, die für jeden Hund gleichermaßen passt. Kräuter sollten grundsätzlich nur einen kleinen Anteil der Fütterung ausmachen. Bei erstmaliger Fütterung empfiehlt es sich, mit einer kleinen Menge zu beginnen und die Verträglichkeit zu beobachten.
Bei fertigen Kräutermischungen ist die jeweilige Fütterungsempfehlung maßgeblich. Größere Mengen können bei empfindlichen Hunden die Verdauung beeinflussen.
Gut zu wissen: Die frühere Empfehlung, Löwenzahn könne bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen „helfen“, würden wir so nicht verwenden. Löwenzahn wird traditionell wegen seiner Bitterstoffe zur Unterstützung von Verdauung und Stoffwechsel eingesetzt. Bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse gehört die Fütterung jedoch in tierärztliche beziehungsweise qualifizierte ernährungsfachliche Begleitung. |


