
Lunge
Lunge ist eine fettarme tierische Komponente, die sich gut in unterschiedliche BARF-Rationen integrieren lässt. Besonders Rinderlunge wird häufig verwendet. Sie liefert tierisches Protein, weist aber eine vergleichsweise geringe Energiedichte auf und unterscheidet sich damit deutlich von fettreicheren Fleischkomponenten.
Kurz erklärt: Ist Lunge für Hunde geeignet?Ja, Hunde können Lunge als Bestandteil einer abwechslungsreichen Fütterung bekommen. Sie liefert tierisches Protein und ist vergleichsweise fettarm. Beim BARFen sollte sie jedoch nicht einfach nährstoffreichere Innereien wie Leber, Niere oder Milz ersetzen. |
Was zeichnet Lunge in der Hundeernährung aus?
Lunge besteht zu einem großen Teil aus lockerem, schwammartigem Gewebe und enthält tierisches Protein bei vergleichsweise geringem Fettgehalt. Dadurch ist ihre Energiedichte meist niedriger als die vieler fettreicher Fleischstücke.
Lunge enthält zwar ebenfalls Vitamine und Mineralstoffe, ist hinsichtlich bestimmter Mikronährstoffe aber nicht mit nährstoffreichen Innereien wie Leber, Niere oder Milz gleichzusetzen. Diese Komponenten erfüllen im BARF-Futterplan unterschiedliche Aufgaben.
Lunge beim BARFen
Rinderlunge kann als tierische Komponente in eine BARF-Ration integriert werden. Aufgrund ihres niedrigen Fettgehalts eignet sie sich besonders, wenn eine Mahlzeit bewusst etwas energieärmer zusammengestellt werden soll.
Ein Beispiel dafür ist unser BARF Atmungsaktiv . Die Mischung kombiniert Rindermuskelfleisch mit Rinderlunge, Rinderluftröhre und Rinderknochenmehl und ist als flexible Basis für individuell zusammengestellte BARF-Mahlzeiten gedacht.
Auch unser BARF Seniormix enthält Rinderlunge. Mit einem Rohfettgehalt von 6,6 % wurde diese Rezeptur für ältere Hunde und Hunde mit geringerem Energiebedarf entwickelt.
Zählt Lunge zu den Innereien?
Anatomisch ist die Lunge ein inneres Organ und wird daher häufig unter dem Oberbegriff Innereien geführt. Für die praktische Zusammenstellung einer BARF-Ration ist jedoch wichtig, nicht alle Innereien ernährungsphysiologisch gleichzusetzen.
Leber, Niere und Milz werden vor allem wegen ihres hohen Gehalts an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen gezielt eingesetzt. Lunge hat ein anderes Nährstoffprofil und sollte diese nährstoffreichen Innereien deshalb nicht vollständig ersetzen.
Lunge bei Hunden mit geringerem Energiebedarf
Durch ihren vergleichsweise niedrigen Fettgehalt kann Lunge eine interessante Komponente sein, wenn die Energiedichte einer Ration angepasst werden soll. Das kann beispielsweise bei weniger aktiven oder älteren Hunden eine Rolle spielen.
Entscheidend ist dabei immer die gesamte Fütterung. Lunge allein macht eine Mahlzeit nicht automatisch zu einer geeigneten Diät zur Gewichtsreduktion. Futtermenge, Gesamtenergie, Fettgehalt, Aktivität und der individuelle Bedarf des Hundes müssen zusammen betrachtet werden.
Getrocknete Rinderlunge als Snack
Lunge lässt sich auch trocknen und als Belohnung oder Trainingssnack verwenden. Durch ihre lockere Struktur entstehen leichte Stücke, die sich meist gut portionieren lassen.
Unsere getrocknete Rinderlunge eignet sich deshalb besonders als kleine Belohnung im Alltag oder beim Training. Auch bei einem fettarmen Snack sollte die verfütterte Menge zur gesamten Tagesration passen.
Wie viel Lunge darf ein Hund bekommen?
Eine pauschale Prozentangabe für Lunge ist wenig sinnvoll. Die passende Menge hängt davon ab, welche Funktion sie innerhalb des Futterplans übernimmt und welche weiteren Fleisch- und Innereienkomponenten gefüttert werden.
Bei selbst zusammengestellten BARF-Rationen sollte insbesondere darauf geachtet werden, dass Lunge nicht zulasten der gezielt benötigten nährstoffreichen Innereien eingesetzt wird. Bei Welpen, Erkrankungen oder besonderen Ernährungsanforderungen sollte die Zusammenstellung individuell berechnet beziehungsweise fachlich begleitet werden.
Gut zu wissen: Lunge ist nicht einfach eine „nährstoffarme Innerei ohne Bedeutung“. Ihr besonderer Vorteil liegt in der Kombination aus tierischem Protein und vergleichsweise geringem Fettgehalt. Im BARF-Plan übernimmt sie jedoch eine andere Rolle als beispielsweise Leber, Niere oder Milz. |



