
Lexikon: M
Mariendistel
Mariendistel (Silybum marianum) wird in der Hundeernährung vor allem im Zusammenhang mit Leber und Stoffwechsel verwendet. Besonders interessant sind die Samen der Pflanze, denn sie enthalten den Pflanzenstoffkomplex Silymarin. Mariendistel kann als Bestandteil ausgewählter Kräuter- und Pflanzenmischungen die Fütterung ergänzen.
Kurz erklärt: Wofür wird Mariendistel bei Hunden verwendet?Mariendistel wird traditionell zur Unterstützung von Leber und Stoffwechsel eingesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei Silymarin, ein natürlicher Pflanzenstoffkomplex aus den Samen der Mariendistel. In der Hundeernährung findet die Pflanze deshalb vor allem als gezielte pflanzliche Ergänzung Verwendung. |
Was ist Silymarin?
Silymarin ist ein natürlicher Pflanzenstoffkomplex, der vor allem in den Früchten beziehungsweise Samen der Mariendistel vorkommt. Zu seinen Bestandteilen gehören verschiedene Flavonolignane, darunter Silybin.
Silymarin wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften untersucht und traditionell im Zusammenhang mit der Leber verwendet. Es wird wegen möglicher leberunterstützender und entzündungsmodulierender Eigenschaften geschätzt.
Mariendistel und die Leber
Die Leber übernimmt im Körper zahlreiche Aufgaben. Sie ist unter anderem am Nährstoffstoffwechsel sowie am Abbau und an der Umwandlung verschiedener körpereigener und körperfremder Stoffe beteiligt.
Mariendistel wird aufgrund ihrer Pflanzenstoffe traditionell eingesetzt, um Leber und Stoffwechsel ernährungsphysiologisch zu begleiten. Gerade Silymarin ist dabei der bekannteste Inhaltsstoff der Pflanze.
Mariendistelsamen, Mariendistelkraut und Mariendistelöl
Bei Mariendistel lohnt es sich, genauer hinzusehen: Samen, Kraut und Öl sind nicht dasselbe. Der für Mariendistel charakteristische Silymarin-Komplex befindet sich insbesondere in den Früchten beziehungsweise Samen.
Mariendistelöl wird aus den Samen gewonnen und liefert vor allem Fett. Es enthält insbesondere Linolsäure, eine ungesättigte Fettsäure aus der Omega-6-Familie.
Mariendistelöl sollte deshalb nicht mit einem Silymarin-Präparat gleichgesetzt werden. Wird Mariendistel gezielt wegen ihres Silymaringehalts eingesetzt, ist die konkrete Zusammensetzung des verwendeten Produktes entscheidend.
Mariendistel beim BARFen
Beim BARFen kann Mariendistel als pflanzliche Ergänzung eingesetzt werden. Sie gehört jedoch nicht zu den notwendigen Grundbestandteilen jeder BARF-Ration.
Mariendistel ist beispielsweise Bestandteil unserer BARF Magen-Magie . Dort wird sie mit Gemüse, weiteren Kräutern und pflanzlichen Bestandteilen kombiniert und ergänzt eine ballaststoffreiche Pflanzenmischung für die BARF-Fütterung.
Auch im Hundemüsli Lamm ist Mariendistel zusammen mit weiteren Kräutern enthalten. Hier ist sie Teil einer Mischung aus Lammfleisch, Gemüse, Obst und pflanzlichen Ergänzungen.
Was solltest Du bei Mariendistel beachten?
Die passende Menge hängt davon ab, in welcher Form und Konzentration Mariendistel eingesetzt wird. Gemahlene Samen, Kräutermischungen, Extrakte und Mariendistelöl unterscheiden sich deutlich voneinander. Eine allgemeingültige Dosierung lässt sich deshalb nicht sinnvoll angeben.
Bei einer diagnostizierten Lebererkrankung sollte Mariendistel nicht eigenständig als Behandlung eingesetzt werden. In diesem Fall sollte auch eine pflanzliche Ergänzung mit der Tierarztpraxis oder einer qualifizierten Ernährungsberatung abgestimmt werden.
Gut zu wissen: Mariendistelöl und Silymarin sind nicht dasselbe. Das Öl liefert vor allem Fettsäuren, während der bekannte Pflanzenstoffkomplex Silymarin insbesondere mit den festen Bestandteilen der Mariendistelsamen verbunden ist. Wer Mariendistel gezielt einsetzen möchte, sollte deshalb auf die genaue Produktform achten. |

